Monat: Oktober 2020

VC Amberg holt aus Schwabing die drei Punkte (RL Herren)

Amberg. (gsp) Die Regionalliga-Volleyballer des VC Amberg traf am vergangenen Samstag bereits die zweite Absage in der noch jungen Saison. Beim Sonntag-Gegner FTM Schwabing holte das Team von Spieletrainer Flo Birner nach einer überzeugenden Leistung mit einem 3:1-Sieg die Punkte.„Wir wollen und werden niemanden zwingen Sport auszuüben, der das in der aktuellen Lage nicht möchte.“ Dieses Zugeständnis des Bayerischen Volleyball-Verbands an alle Vereine angesichts der steigenden Corona-Infektionen erlaubt es seit vergangener Woche den Vereinen, ihre Spiele abzusagen, auch ohne Angaben von Gründen. Davon machten jetzt auch viele Vereine Gebrauch. Nur zwei der fünf Partien in der Regionalliga Herren fanden tatsächlich am Wochenende statt. Das Samstag-Spiel des VC Amberg beim TV Bad Windsheim wurde vom Gastgeber abgesagt. Nicht aber das Sonntag-Spiel der FTM Schwabing, zum Glück für den VC Amberg. Das Spiel in München war schon ein besonderes Match für die Amberger Jungs. Schließlich tragen mit Ben Spies und Marco Nanka gleich zwei Ex-VC-Spieler seit dieser Saison das Schwabinger Trikot. Ben Spies saß verletzungsbedingt nur auf der Bank, doch Zuspieler Marco Nanka, der erst seit wenigen Wochen in München trainiert, stand auf der anderen Seite des Netzes. Er spielte eine ganz starke Partie, zählte zu den Besten beim Gastgeber.Als Favoriten gingen die VC-Volleyballer gegen den bisher punktlosen Aufsteiger ins Spiel, obwohl sie an diesem Tag ihren bisherigen Goalgetter, Neuzugang Fabian Buck auf der Diagonalposition, ersetzen mussten. Doch der Schachzug von Spielertrainer Flo Birner, den etatmäßigen Mittelblocker Julius Spantig auf Diagonal zu setzen und Wenzel Huber und Severin Groha das Vertrauen auf der Mitte zu schenken, erwies sich als goldrichtig. Von Beginn an dominierte auch der VC Amberg die Partie, war Herr am Netz. Lediglich ein Konzentrations-Durchhänger in Satz zwei (23:25) bescherte den Hausherren kurzzeitig die Hoffnung auf mehr als eine glatte Niederlage, wobei zwei Fehlentscheidungen des Schiedsgerichts am Ende des umkämpften Satzes kräftig mithalfen. Doch mit Beginn des dritten Satzes waren die VC-Volleyballer wieder Herr des Geschehens. Die nicht immer sattelfeste Annahme auf Schwabinger Seite und Schwächen beim Aufschlag machten es aber Basti Barth und Co nicht allzu schwer an diesem Tag. Beim VC dagegen stand die Annahme sicher und Basti Barth und Lukas Neidl auf Außen waren vom Schwabinger Block kaum zu halten. Zudem findet sich Zuspieler „Hecki“ Heckmann in seiner Spielmacher-Rolle immer besser zurecht.Mit 25:17 und 25:20 in Satz drei und vier holten das Team von Spielertrainer Flo Birner einen völlig verdienten 3:1-Sieg, rückt damit aktuell auf den dritten Platz der Regionalliga-Tabelle vor. In zwei Wochen steht wieder ein Auswärtsspiel an, dann beim SVS Türkheim. Vorherzusagen, ob dieses Spiel tatsächlich stattfindet, gleicht angesichts der gegenwärtigen Lage eher dem Blick in die Glaskugel.

Aufsteiger fertigt den VC Amberg ab (RL Herren)

Amberg. (gsp) Was für ein bärenstarker Neuling, dieser TSV Dinkelsbühl! Nahezu in allen Belangen war der Aufsteiger bei diesem Spiel dem VC Amberg überlegen. Die Mittelfranken erwischten aber auch einen Sahne-Tag, entführten daher zurecht aus Amberg die drei Punkte.Eigentlich hatten die Jungs von Spielertrainer Flo Birner die drei Punkte fest eingeplant bei diesem Heimspiel gegen die Underdogs aus Dinkelsbühl. Der Optimismus resultierte aus einer starken Leistung, die der VC bei seinem Sieg zum Saisonauftakt in Grafing vor einer Woche ablieferte. Doch an diesem Sonntag überrollte förmlich ein bisher unbekannter Gegner aus Mittelfranken das Amberger Team. Man war ja schon vorgewarnt vor diesem verschworenen Haufen aus Dinkelsbühl. Seit Jahren rockt dieser die fränkische Volleyball-Szene, stieg vier Mal hintereinander auf, von der Bezirksklasse bis jetzt zur Regionalliga, mit nahezu demselben Kader. Den Kopf der Mannschaft bilden die beiden Brüder Max und Paul Reichenberg, Vater Michael Reichenberg steht als Motivator am Spielfeldrand. Die Taktik, mit der diese Mannschaft spielt, ist in keinem Volleyball-Lehrbuch zu finden. Drei der sechs Spieler auf dem Feld fungieren als Zuspieler, greifen aber auch über die Mitte an. Das setzt natürlich viel Volleyball-Talent voraus. Dadurch ist aber auch das Team ganz schlecht auszurechnen. Und das bekam der VC bei diesem Heimspiel zu spüren.Trotzdem lief es anfangs am Sonntag gar nicht so schlecht auf VC-Seite. Der erste Satz hätte sogar anders ausgehen können als 23:25. Vielleicht wäre dann auch das Spiel ganz anders verlaufen. Doch im zweiten Satz demütigte Dinkelsbühl regelrecht das Team um Spielführer Basti Barth. 7:17 hieß es zwischenzeitlich aus Amberger Sicht, 13:25 schließlich am Satzende. In dieser Phase des Spiels klappte einfach alles bei Dinkelsbühl. Die Springer-Aufschläge flogen dem Amberger Annahmeriegel nur so um die Ohren, die Amberger Aufschläge hingegen bereiteten der Dinkelsbühlker Annahme kaum Probleme. Und am Netz herrschte eindeutig Dinkelsbühler Hoheit.Im dritten Satz keimte noch einmal Hoffnung auf, dass sich das Blatt vielleicht doch noch wenden könnte. Vor allem der eingewechselte Julian Zoll brachte auf Außen mehr Angriffsdruck. Und beim Aufschlag auf VC-Seite reduzierte sich die Fehlerquote. Mit 25:17 rückte man dem erhofften Tiebreak sichtlich näher. Danach sah es auch lange im vierten Satz aus. Doch ab dem 18:18 zog Dinkelsbühl wieder an, machte mit 25:20 schließlich den Deckel zu.Schon am kommenden Wochenende kann der VC Amberg die Scharte auswetzen. Es geht nach München zum FTM Schwabing. Dort trifft man auf alte Bekannte. Denn da spielen die beiden Ex-VC-Volleyballer Marco Nanka und Ben Spies.

Bärenstarker Auftritt des VC Amberg zum Saisonstart (RL Herren)

Amberg. (gsp) Es war schon eine sehr seltsame Situation beim Regionalliga-Auftaktspiel des VC Amberg an diesem Sonntag in Grafing. Ohne auch nur einen einzigen Zuschauer musste der Gastgeber in seiner riesigen Dreifach-Sporthalle sein Heimspiel austragen. Wegen der hohen Corona-Fallzahlen in München wurden nicht nur die Fußballstadien wie die Allianz Arena für Zuschauer gesperrt, sondern auch alle Sporthallen im Großraum um die Hauptstadt.Deswegen herrschte sowohl beim Regionalliga-Spiel von TSV Grafing II gegen VC Amberg als auch beim anschließenden Zweitliga-Spiel von TSV Grafing I gähnende Leere in der Halle. Lediglich ein einziger „Zaungast“ drückte seine Nase von außen gegen die große Fensterfront. Er dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben, denn er sah beim Regionalliga-Duell einen überzeugenden Gast aus Amberg, der völlig verdient die drei Punkte mitnahm. Einer der drei eingesetzten Neuzugänge überragte auf Amberger Seite besonders.Dabei sah es im ersten Satz gar nicht nach einem klaren Sieg für das Team von Spielertrainer Flo Birner aus. Die zweite Garnitur des Bundesligisten setzte sich im Angriff immer wieder durch, besonders über die Außenpositionen. Der VC lief von Beginn des ersten Satzes an einem Rückstand hinterher, verlor Satz eins auch deutlich mit 20:25. Doch spätestens ab Mitte des zweiten Satzes hatte sich aber das Birner-Team auf den Gegner eingestellt. Die beiden Mittelblocker Julius Spantig und Severin Groha justierten ihren Block immer besser auf die Grafinger Angreifer. Der Annahmeriegel mit Libero Flo Birner und den beiden Außen Basti Barth und Lukas Neidl stand jetzt auch bei den scharfen Springer-Aufschlägen sicher. Doch „man of the match“ wurde der Bayreuther Neuzugang Fabian Buck. Der Diagonalspieler entwickelt sich immer mehr zum Top-Scorer der Mannschaft. 31 Punkte machte allein er in diesem Spiel. Mit 13:12 ging im zweiten Satz das VC-Team erstmals in diesem Match in Führung, dominierte von da an die Begegnung. Sehr souverän holte der VC mit 25:21, 25:14 und 25:17 die Sätze zwei bis vier, feierte mit 3:1 einen gelungenen Saisonstart. Und das gegen den Tabellendritten der vergangenen Saison. Am kommenden Wochenende kommt es nun endlich zum ersten Heimspiel der neuen Saison für den VC Amberg. Um 16.00 Uhr erwarten am Sonntag Flo Birner und Co den Aufsteiger TSV Dinkelsbühl. Gut, dass hier die Stadt Amberg Zuschauer erlaubt und es kein „Geisterspiel“ wie in Grafing wird.

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